Wissenschaftliche Veröffentlichung

DHBW-Professorin Lennerts veröffentlicht Artikel in renommierten Management-Journal

Prof. Dr. Silke Lennerts, Professorin in der Fakultät Wirtschaft an der DHBW Karlsruhe konnte mit ihrem Kollegen Torsten Tomczak, Universität St.Gallen und ihrer Kollegin Anja Schulze, Universität Zürich einen großen Erfolg verbuchen. Der gemeinsame Artikel „The asymmetric effects of exploitation and exploration on radical and incremental innovation performance: An uneven affair“ wurde in dem renommierten Management-Journal „European Management Journal“ angenommen. Bei dem Magazin handelt es sich um eine wichtige und angesehene wissenschaftliche Zeitschrift auf dem Gebiet der BWL oder ihrer Teildisziplinen. Der Artikel ist bereits online verfügbar.

In der Studie untersuchten die Autoren das Zusammenspiel von Exploration und Exploitation für radikalen und inkrementellen Produktinnovationserfolg. Bei Exploration handelt es sich um die Generierung von neuem Wissen und das Verlassen bisheriger Pfade. Bei Exploitation geht es um die Ausnutzung bestehenden Wissens. Der Fachartikel zeigt, dass inkrementeller Innovationserfolg am höchsten ist, wenn Exploitation mit einem mittleren Niveau von Exploration interagiert. Das heißt, bei dem Hervorbringen von inkrementellen Innovation braucht es neben der Nutzung von bestehendem Wissen und Erfahrung über das Produkt auch die Zufuhr von ganz neuem Wissen. Das Generieren von zu viel neuem Wissen kann jedoch den fördernden Effekt von Exploitation auf den inkrementellen Innovationserfolg behindern; es könnte dazu führen, dass Routinen nicht mehr effizient genutzt werden. Zudem ist die Integration von zu viel neuem Wissen ab einem gewissen Punkt zu kostenintensiv. Die Autoren haben weiter empirisch herausgefunden, dass Exploration nur allein positiv radikalen Innovationserfolg wirkt - ein Zusammenspiel mit Exploitation ist nicht effektiv. Bei dem Hervorbringen von radikal neuen Produkten sollte somit darauf geachtet werden, dass ganz neue Pfade gegangen werden, wo man keine Erfahrungen vorher gesammelt hat und komplett neues Wissen generiert wird. Die Wissensnutzung beeinflusst den radikalen Innovationserfolg nicht, auch nicht in Kombination mit der Wissensgenerierung.

Text: LS, Bild:European Management Journal