Gewappnet für den Ernstfall

Brandschutzhelferausbildung im Studiengang Sicherheitswesen

Hohe Flammen schlagen aus einem Eimer im Hof vor der Bibliothek der DHBW Karlsruhe. Zwei Studentinnen greifen entschlossen zum Feuerlöscher und ersticken die Flammen binnen Sekunden. Eine Brandschutzübung für die Studierenden des Studiengangs Sicherheitswesen. Das Feuer in der Mülleimerattrappe ist gewollt und das Löschen ein wichtiges Training. Im Turnus von zwei Jahren werden die Studierenden innerhalb der Ringvorlesung „Branchenspezifischer Arbeitsschutz“ geschult und zum Brandschutzhelfer ausgebildet. Elena Sax, Sicherheitsingenieurin, vom TÜV Rheinland und Absolventin des Studiengangs Sicherheitswesen (Studienrichtung Arbeitssicherheit), sowie Tobias Stefaniak ebenfalls vom TÜV Rheinland, haben die Aktion begleitet und die Studierenden aus dem 4. und 6. Semester nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch auf den Ernstfall vorbereitet.  Erstaunen hat auch die Vorführung einer Fettexplosion hervorgerufen. Dass ein kleiner Becher voll Wasser eine riesige Stichflamme hervorrufen kann, wenn es in brennendes Fett geschüttet wird, hatten die meisten so noch nie live erlebt.

Übrigens Brandschutz ist gesetzlich vorgeschrieben. Ab dem ersten Angestellten im Unternehmen muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass sich eine Person in der Firma mit der Handhabung von Feuerlöschern auskennt.  Ab 50 und mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen mindestens 5% davon eine Brandschutzhelferschulung absolviert haben, die alle drei bis fünf Jahre aktualisieren werden muss.

Text/Foto: DHBW KA//DI