Erster Studierendenaustausch mit Japan

Lange war Japan ein weißer Fleck auf der Karte, auf der die vielen über alle Kontinente gestreuten Partnerhochschulen der DHBW Karlsruhe vermerkt sind. André Teichmann aus dem Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen hat diesen Zustand mit seinem Studium in Tokyo beendet. „Japan begeistert und fasziniert. Deswegen war für mich klar, mich für ein Auslandssemester an der Hosei Universität zu bewerben als ich von der neuen Kooperation erfuhr.“

Bereut hat er diesen Schritt nicht. Sein Fazit: „Es war die beste Entscheidung meines Studiums. Die Möglichkeit im Rahmen eines Auslandssemesters andere Kulturen und eine andere akademische Umgebung kennenzulernen sowie weltweite Freundschaften und Kontakte zu knüpfen, sollte sich niemand entgehen lassen. Die Hosei Universität bietet meiner Meinung nach die perfekten Rahmenbedingungen dafür.“

Kaum war André Teichmann zurück, kam mit Shinri Hirayama auch schon der „Gegenbesuch“ aus Tokyo und nahm im Wintersemester sein Studium an der DHBW Karlsruhe auf. Gleichzeitig ist mit Stefan Eichler der erste Informatikstudent nach Tokyo gegangen. Beide Studierenden wurden mit dem Exchange Stipendium der DHBW-Stiftung unterstützt, das gezielt zur Förderung neuer Kooperationen eingesetzt wird. Shinri Hirayamas Eindrücke von Karlsruhe sind ebenfalls positiv – er wird sogar noch ein zweites Semester an der DHBW studieren. Dazu trägt sicher auch bei, dass er schon in Japan eifrig Deutsch gelernt hat.

Die Hosei Universität ist eine private, 1880 gegründete Einrichtung mit Spitzenpositionen in internationalen Rankings und einer Studierendenzahl von rund 30.000 Studierenden in 15 Fakultäten. Das englischsprachige Angebot, das von Austausch- und japanischen Studierenden besucht wird, beinhaltet insbesondere die klassischen BWL-Module. Die Dozenten haben oft einen internationalen Hintergrund und Erfahrung aus der Praxis, kommen teilweise auch aus englischsprachigen Ländern.

Text: IH, Bild: André Teichmann